Flora


Die Pflanzen Rachaelistans bedürfen der besonderen Aufmerksamkeit des Reisenden, denn in der kargen, lebensfeindlichen Landschaft findet man allerlei Gewucher an Wegrändern und Lagerplätzen.
Wie zum Beispiel das Angelkraut, das Wiesen gleich auf Wegen und Pfaden wächst. Reisende die diese zu jeder Zeit grüne Pracht erblicken tun gut daran, nicht auf die zarten Halme und Stengel zu treten. Wer diesem Rat nicht folgt, findet sich bald von fingerdicken Tentakeln umschlungen die ihn unter großer Gewalt tief ins Wurzelwerk ziehen. Der Körper des Gefangenen dient dem Kraut zur Düngung, wodurch es einige Wochen damit auskommt bis es wieder auf einen Leichtsinnigen trifft.

Aasblumen dagegen sind jedoch relativ ungefährlich. Dort wo Fleisch Fäulnis ansetzt, sprießen sie über Nacht in einer türkisen Pracht. So wurden schon zahlreiche Kadaver entdeckt, die von einer großen Pracht dieser Pflanzen bedeckt waren.

Anders verhält es sich mit den kniehohen Klusterpilzen. Bei der kleinsten Berührung verteilen sie ihre Sporen auf dem Störenfried und wenige Stunden später sprießen unzählige kleine Pilze auf seiner Haut, die im laufe eines Tages den Unglückseligen überwuchern. Als Mittel der Heilung empfiehlt sich eine rasche Amputation der betroffenen Gliedmaßen durchzuführen.

Waldreißer sind besonders gefährlich. Durch eine Laune der Natur sind diese dürren Bäume besonders agil und können ihre Beute tagelang verfolgen, genauso wie so manches Schlingenkraut und vom Wind getragene Büsche, deren Dornen sehr scharf sind zerschneiden Leder und Kleider mit einer leichten Berührung.

Solche wie diese, gibt es noch viele weitere Pflanzen, doch dies sind die wohl merkwürdigsten, die die wilde und ungestüme Natur Rachaelistans hervorbrachte.

 

Zur weiteren Lektüre sei dem interessierten Wanderer der von der Kommission für Wildnisbekämpfung herausgegebene "Rachaelistanische Kräuterführer" empfohlen.


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